Unter der Fahne des Kreuzes

Festschrift der ev. luth. Missions Gesellschaft"

P. Bracker,1926

Auszüge Erik Speck : "Es ist Material über Zeit 1914 - 1926. Abbruch der Mission. Zerfall der Missionsstationen. Übernahme durch Amerikaner. Wiederkehr 1921 von dänischen Nordschleswigern. Wiederaufnahme 1926.

Darin lese ich hier zu Zerfall der Missionsstationen.
Vor allem hier in Abschnitt 1924 gibt es Aufschluss über den Zerfall der Missionshäuser ab 1914 - 1926. So könnte das Missionshaus in Jeypur seinen Emporen-Zweiten-Stock verloren haben. Über Jeypur ist leider keine konkrete Meldung zu lesen.
 

1916.  deutsch-amerikanische Missionar Neudörffer konnte der amerikanischen Mission im Telegu-Gebiet die Verwaltung des Missionsgebietes der Breklumer übernehmen. Der General Konzil in hatte die Finanzierung der Breklumer Mission per zunächst Vorschuß und späterer erlassener Schulden übernommen.   Bracker S. 125
 
1921. Rückkehr der Nordschleswiger Missionare ins Jeyporeland. "Am 9. Dezemder 1921 trafen mehrere Missionare in Jeypore ein, um sich dauernd niederzulassen. Unter ihnen nenne ich in erster Linie den Missionar Raun, der mit Fräulein Tatge zusammen Kotapad übernahm, sodann Missionar Werner, der die Station Jeypu verwaltete und von da aus die ganze Arbeit leitete, und außerdem Missionar Adolphsen, der von Parvatipur aus das ganze Telugugebiet versorgte. ... Raun, ein gebürtiger Haderslebener, der nach Amerika ausgewandert war und dort Theologie studiert hatte, hat in Kotapad mit einem jungen Kollegen, Kaufmann, zusammen eine hervorragende Arbeit geleistet. Eine ganze Reihe Gebäuded hat er vor dem Zusammenbruch gerettet; aaußerdem hat er die Knabenkostschule, das Lehrerseminar und sogar die Theologenschule in Kotapad wieder eröffnet. ..."
Bracker S. 129
 
1924 "Endlich kam im Jahre 1924 für die beiden Nordschleswiger, die inzwischen in der dänischen Staatskirche festangestellt worden waren - Andersen in Arrild an der Westküste und Toft in Lintrup-Hjerting an der Köingsau -, die Erlaubnis zur Rückkehr. Der 24. Oktober 1924 war der Tag ihres Einzuges im Jeyporeland. Andersen hatte den Auftrag, von Koraput aus die Stationen des ganzen Koraputer Berglandes zu verwalten, Toft sollte in Jeypur wohnen und von da aus Nowrangapur mitverwalten. "   Bracker S. 130

Einzug ins Jeyporeland. Toft und Andersen. "Der Anblick, der sich den beiden Missionaren, die unsre Arbeit in ihrem ganzen Flor gekannt hatten, auf den Stationen bot, war ein herzzerreißender. Schon in Salur hatten sie das große, von Bothmann und Pohl so mühsam errichtete Missionshaus in Trümmern gesehen, und in der Stadt hatte das Kirchlein, dem Götzentempel gegenüber, sie fast wie eine Ruine angestarrt, nur das Gemäuer stand, das Dach fehlte. In Koraput begegneten ihnen fast noch trostlosere Zustände. Der schöne, allerdings zu leicht gebaute Turm der Kirche war eingestürzt, und das Haus Timmckes, das früher in einem wohlgepflegten Garten gelegen hatte, war, jetzt von einem urwaldähnlichen Gestrüpp umgeben, in einer bedenklichen Verfassung. Das große Haus, das Reimers gebaut hatte, lag in Trümmern. Nur das von Weber kurz vor dem Kriege errichtete Wohnhaus war verhältnismäßig gut erhalten. Als Toft nach Nowrangapur kam mußte er feststellen, daß nur eine der beiden Wohnhäuser zu retten sei, und daß die Kirche ganz dringend einer Reparatur bedürfe. Die beiden Missionare sahen aber auch bald, weil sie die Gemeinde in ihrem früheren Zustand gekannt hatten, daß ein innerer Zerfall eingesetzt habe; ..."   Bracker S. 130

(e.s.)


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