1951 oder 1952 Briefkonzept Hinrich Speck an P. Dunker, Breklum. Wahrscheinlich nach Erhalt der Verweigerung des Pensionsbeitrages. (wahrscheinlich nicht abgeschickt ?).
An Pastor Dunker.
Ihren Brief vom 6.8. habe ich erhalten. Ich wundere mich nicht darüber, aber ich möchte nun doch einiges dazu sagen. Sie schreiben dass ich auf Kosten der Mission in Breklum ausgebildet worden sei. Soviel ich mich erinnere, habe ich die Ausbildungskosten an die Mission (selber) bezahlt. Pastor Bahnsen sagte, dass das doch nicht nötig sei, aber ich wollte es tun aus Dankbarkeit gegen den Heiland, der mich als Soldat in Berlin .... ..... zum Glauben gebracht hatte. Die 5.000,00 Mark (! MLA schreibt fehlerhaft M 500,- in Abschrift an P. Dunker), die die Mission für die Ausrüstung meiner Frau nach Indien gegeben hatte, habe ich nach unserer Verlobung oder Heirat der Mission wieder zurückgezahlt auf Wunsch von P. Bracker. (Meine Mutter hat in den Jahren, in denen ich als Zögling in Breklum war, sehr viel für die Mission gegeben. Als sie einmal 2 fette Ochsen für 420,00 Mark verkaufte, gab sie das Geld für einen Ochsen (420,00 M) für die Breklumer Mission.)
Wenn ich nicht wieder nach Indien kam, so geschah das nicht etwa deshalb, weil ich keine Liebe zur Missionsarbeit hatte, sondern das hatte ganz andere Gründe. Es war eine Gewissenssache, die mich dann auch zur Freikirche führte (und ich habe es noch nie bereut, dass ich es getan habe). Ich könnte vieles darüber schreiben (aber das geht wohl nicht). In den Jahren, da ich Zögling war, hatte ich viele dunkle Anfechtungen, weshalb ich oft bei P. Bracker war, und ihm meine Nöte mitteilte. Ich hatte grossen Segen davon, und durfte erfahren, dass Anfechtung aufs Wort ...... .... . Sehr grossen Segen hatte ich auch besonders von der Dogmatik von Rohnert (?), nach der wir unterrichtet wurden. So 120 Seiten handeln wohl von der Inspirationslehre, die ganz besonders wichtig für mich wurde, denn dadurch lernte ich armer Sünder recht den festen Grund unseres Glaubens kennen, welcher ja allein Gottes Wort ist. 1925 war es wohl als ich ein Semester in Kiel studierte. Dort wurde nicht Gottes Wort gelehrt. Auch Dr. Kögel, mit dem ich oft disputierte, stand leider nicht fest auf Gottes Wort.
Durch diese Erfahrungen wurde meine Stellung zur Schrift nur noch fester, was auch zum Segen für mich wurde. (So hat der Herr mich wunderbar geführt.) da ich nun daran dachte zur Freikirche zu gehen, war nicht sonderbar. Ich war 1924 ? schon mal ein halbes Jahr in der Freikirche; trat dann aber wieder aus, weil ein Pastor derselben mir eine Lehre vorbrachte, die nicht gemäß der Schrift war. ........ ...... ....... Später erfuhr ich aber, dass die Freikirche diese Lehre nicht hätte. Es war wohl 1925 oder 26, als wieder Missionare nach Indien gesandt werden sollten. Da war ich denn auch bereit nach Indien zu gehen.
(1926. Missionsumbruch zwischen Bibeltreuen und
Kirchenwissenschaften. HS Briefe zur Ablehnung für eine zweite Ausreise nach
Indien. Die Gretchen-Frage für Wiederaussendung als Missionar war das
Bekennen, hier das Zeugnis, der neuen Missionsdoktrin.
e.s. [mehr])
Herbst 1926 ... Als erster sollte wohl Pastor
Hübner gehen; ein halbes
Jahr später ich. Auf dem Missionsfest in Breklum musste ich nachmittags
predigen, weil, wie P. Bracker sagte, P. Hübner kein Zeugnis ablegen würde.
Pastor Bracker sagte damals auch zu mir, dass ich der geeignete Mann für das
Seminar in Kotapad wäre, dass aber Missionar
Gloyer und ich nicht zusammenpassen würden.
Sie sehen daran, dass P. Bracker meine Stellung zur Schrift voll anerkannte.
Nur um das zu zeigen, schreibe ich diese letzten Zeilen. Nachher kam dann noch
so allerlei dazwischen, wodurch alles anders wurde. ..."
Das Verlangen wieder zur Freikirche zu gehen war in meinem Herzen und ich bekam auch wieder Fühlung mit derselben. Und jetzt geschah etwas, was mir sehr unangenehm war. P. Schreimel, der damals Pastor der Freikirche in Heide war, schrieb in einem sozialdemokratischen Blatt, dass ich zur Freikirche gehen wolle, weil es in der Landeskirche so schlecht mit der Lehre bestellt sei. Er wollte damit scheinbar werben für die Freikirche. Solche Gedanken hatte ich aber nie gehabt. Ich wollte gehen nach meiner Überzeugung. P. Bracker schrieb dann einen Artikel in der Zeitung, in dem ich natürlich auch erwähnt wurde und so musste ich dann auch über mein Verhältnis schreiben. Manche andere Artikel erschienen dann noch in der Zeitung; sogar ein Schwärmer schrieb gegen mich. Auch Probst Carmels (?) in Itzehoe schrieb einen Artikel gegen mich und schrieb, dass die Mission mich wegen meiner Stellung zur Schrift nicht nach Indien senden könnte.
Ich wunderte mich, dass die Mission keine Stellung dazu nahm, da sie doch
nichts gegen meine Stellung zur Schrift hatte. Nur
Pastor Hans Asmussen in
Albersdorf trat entschieden für mich ein und schrieb, dass ich wohl
wüsste, was ich tun sollte. Weitere Artikel wollte die Zeitung dann nicht
aufnehmen. Ich war noch bereit einige Jahre nach Indien zu gehen, und
dann in die Freikirche einzutreten. Meine Kinder wollte ich aber
(so unterstrichen) nicht nach Othmarschen
geben, sondern die
sollten bei der Schwester meiner Frau sein, die Lehrerin in Essen war
(so geschehen mit Mutter M.L.A bei
"Tante Marie"; e.a.). Ich besuchte
dort den Pastor der "Breslauer Freikirche", der den Kindern den
Religionsunterricht erteilen sollte.
(In anderer, vollständigerer Version, hinzugefügt) : Damit war P. Bracker aber wohl nicht zufrieden. Er sagte mir dass ich 6 Jahre in Indien sein sollte. Dann sollte ich ½ Jahr Urlaub haben und wieder nach Indien gehen. Das konnte ich meiner 7 Kinder wegen nicht tun, und damals hatten die Missionare auch doch noch immer längeren Urlaub. Da die Kinder in Indien auf den Bergen sind, ist ja jetzt alles anders geworden. Die Folge war nun dass ich zur Freikirche ging. P. Bracker meinte, dass ich auch nicht nach China hätte gehen wollen. Ich sagte ihm, das ich, als er an mich nach Bayern geschrieben hätte, ich mich gleich bereit erklärt hätte, nach China zu gehen; dass sie dann aber ja Rössing und Oppermann gesandt hätten. Er erinnerte sich aber dann doch gleich daran, dass ich bereit gewesen sei, nach China zu gehen. Man kann ja vieles vergessen, wenn man älter wird. Ich bin aber aus voller Ûberzeugung und um meines Gewissens willen zur Freikirche gegangen, was ich auch noch nie bedauert habe. Wäre ich in der Landeskirche geblieben, dann hätte ich auch dort immer für Gottes Wort und die reine Lehre eintreten müssen und das hätte dann auch viele Schwierigkeiten gebracht. Als ich noch in Breklum arbeitete, wollte Propst Lucht (Daniel Hans Lucht, Propst Süderdithmarschen 1922 - 1932) in Meldorf mich gerne nach Brunsbüttel haben. Er erzählte mir dann aber, dass Generalsuperintendent (für Holstein; abgesetzt v.d. Nazis1933) Mordhorst zu ihm gesagt hätte, dass Speck fester auf der Verbalinspiration stünde als Breklum, und dass er ihnen deshalb zu schaffen machen könnte. Pastor Bracker wunderte sich darüber.
Pastor Bracker sagte mir zuletzt auch noch, dass ich, wenn ich mal nach Indien gehen würde, keine Lehrstreitigkeiten anfangen dürfe. Das Versprechen konnte ich ihm nicht geben. Er selbst ist doch auch oft genug für Gottes Wort eingetreten; aber hier musste er nach seiner Stellung wohl so handeln. So war denn vieles da, was mich davon zurückhielt wieder nach Indien zu gehen. Ich kann das nur als Gottes Führung ansehen. Als ich von Breklum wegging, sagte P. Bracker mir noch, dass die Mission mit für meine Pension sorgen würde / wollte (Anm.: Was dann 1951 abgelehnt wurde. e.a.). Als ich zum ersten Mal zur Freikirche gehen wollte, sagte er zu mir: „Das wäre etwas für mich." Er hat also nichts gegen meine Einstellung gehabt.
Als ich von Breklum weggegangen war, wurde mein Bruder Hans (Speck, Sarzbüttel) Mitglied des Vorstandes der Mission. Vielleicht befürchtete man ja, dass ich nun versuchen würde, auch andere von der Kirche und Mission abzubringen. Ich habe aber nicht daran gedacht, das zu tun (allerdings nicht ganz ohne Friktion ..; e.a.). Der Austritt aus der Kirche soll aus Überzeugung geschehen. Ich habe nun seit 1944 hier in Quarnstedt (im alten Schulhaus, siehe Bild in Geschichte Quarnstedt von u.a. Hans Speck) Gottesdienste mit Kindergottesdienst und Bibelstunden gehalten und in den ersten Jahren auch Religionsunterricht. Pastor Hinrichsen (für Kellinghusen, Wrist, Quarnstedt) hat nichts dagegen, dass ich das tue, sondern freut sich darüber. Es kommen eigentlich nur landeskirchliche Leute und Einheimische und Flüchtlinge; aber es ist noch keiner aus der Kirche ausgetreten. Ich bin Missionar und verkündige allen, die Gottes Wort gerne hören, sein Wort." (h.s.) (e.a.)
Geschrieben auf der leeren Rückseite eines Stenzils des "Pfarramt der Ev.-Luth. St. Trinitatis-Gemeinde ungeänderter Augsburger Konfession zu Leipzig. Ev.-Luth. Freikirche in Sachsen, (10b) Leipzig O5, am 26. Mai 1952, Konstantinstrasse 6, II. an die Synode der Ev.-Luth. Freikirche z.Hd. des Herrn Präses D. P.H. Petersen, Berlin-Steglitz, wegen Pastorengehälter". "Ein Pastor erhält also dann als Akademiker und rund 30-jähriger das, was ein gelernter Handwerker nach Beendigung seiner 3-jähr. Lehrzeit im Alter von 19-22 Jahren verdient; wiederum hat dabei der Handwerker vom 14. Jahre an Einkommen!" - ein "offener Brief" eines Kollegen von H.SPECK an den gemeinsamen Gehaltszahler ("Missourisynode"?) (e.a.)
zu "Schwärmer" : Eine intressante deutsch (-schwedische) Schwärmerin, die die Sturmflut 1934 in Nordfriesland miterlebte und kommentierte ("Flutkatastrophe 1634", ISBN 3 529 06185 9) ist Anna Ovena Hoyers (Platt) (Dichterinnen/Hoyers) (sweden/lindblad)
1957. "Nicht
abgeschickt"-er Brief(entwurf) Hinrich Speck an P. Bracker.
Wahrscheinlich geschrieben Anfang der 1950er oder nach dem Missionsfest 1951,
auf dem Bracker ihn erkannte nach 25 jahren und ihn ansprach. H.S. fragte
Bracker während des Gespräches "Wer sind Sie denn ?"
(Bracker war sein Lehrer während der gesamten Ausbildung zum Missionar, sie
hatten gemeinsame Reisen im indischen "Busch" erlebt, und die 10 Jahre nach
seiner Gefangenschaft bis 1926).
Lieber Herr P. Bracker! Ich habe seit meinem Fortgang von Breklum immer viel an Sie gedacht und nun wollen meine Frau und ich Ihnen zu Ihrem Geburtstag Gottes reichen Segen wünschen. Hoffentlich geht es Ihnen und der lieben Frau Pastor gesundheitlich noch ganz gut in Ihrem Alter. Als ich noch in Breklum war und auch später habe ich die unerquickliche Zeitungsdisputation bedauert, die von dem damaligen Pastor Schreimel in Heide in der Itzehoer Zeitung provoziert wurde. Ich habe immer angenomen, dass Sie wohl dachten, dass ich P. Schreimel dazu veranlasst hätte; aber das war durchaus nicht der Fall. Ich wollte in aller Stille von Breklum fortgehen, da ich doch nichts gegen die Mission hatte. (Später 3x angestrichen - mit zittriger Handschrift dazwischen geschrieben : "An P. Bracker habe ich diesen Brief nicht geschrieben (abgeschickt), Juni 1957") Schreimel wird aber wohl gedacht haben, dass er dadurch Leute für die Freikirche gewinnen könnte. Er passte gar nicht hinein in die Freikirche. Sie werden später in der Hitlerzeit ja allerlei über ihn gehört haben. Wenn ich nur 4 Jahre nach Indien gehen wollte, so hatte das seinen besonderen Grund. Ich wollte wegen meiner Stellung zur Landeskirche nach 4 Jahren mit meinen Kindern zur Freikirche gehen. Es war wohl 1922, dass ich in Wacken auf dem Missionsfest predigen sollte, nachdem Bischof Mordhorst vormittags Visitation gehalten hatte. Bei der Mahlzeit, an der auch P. Paulsen, der später von den Nazis zum Bischof gemacht wurde, teilnahm, machte Bischof Mordhorst P. Paulsen und die Verbalinspiration lächerlich. Da konnte ich nicht schweigen, sondern bekannte mich auch zur Verbalinspiration. Als der Bischof und ich dann nach der Mahlzeit uns im Garten begegneten, wandte er sein Gesicht ganz nach der anderen Seite. Vielleicht war es ein Jahr später, dass Probst Lucht in Meldorf mich als Pastor nach Brunsbüttelkoog haben wollte. Er sagte mir dann aber später, dass er mit Bischof Mordhorst darüber geredet hätte, der ihm gesagt hätte, dass ich ihnen zu schaffen machen könnte. Er lehnte mich also ab. 1925 besuchte ich dann doch ein Semester in Kiel, wo es doch sehr traurig aussah. Fast alle Professoren standen hinter Baumgarten. Prof. (Hermann) Muhlert trat einmal vor uns hin und sagte: "Meine Herren, worauf gründen wir unseren Glauben; auf Christum ?" Er schüttelte den Kopf und sagte lächelnd: "Nein, es kann ja angehen, dass er gar nicht gelebt hat. Worauf gründen wir denn unseren Glauben? Auf unsere Erfahrung!" Es war doch traurig, dass junge Leute, die Pastor werden wollten, so etwas hören mussten. Bei Professor (Julius) Kögel hatte ich Exegese, aber ich konnte auch ihm nicht immer zustimmen und sagte dann auch etwas. Als ich einmal ganz allein zur Vorlesung erschienen war, hatten wir eine längere Aussprache. Johannes 1 v. 33 - Lukas 3 v 21 u. 22 - Johannes 1 33 - Matth. 3. 16-17 (Ende des unvollendeten unabgeschickten Briefentwurfs von H. SPECK. Eine Kopie wurde jedoch am 14.7.1961 nach H.S. Tod von M.L.A. mit anderem an P. Bracker gesandt). (e.a.)
1960. Postkarte aus Innien
(! Wortspiel bei E.S. Jugendgeschichten) an H.S. zum Geburtstag 1 Jahr
vor seinem Tod. "Einen frohen Geburtstag wünscht Ihnen,
lieber Herr Pastor, und ein gesegnetes friedevolles neues Lebensjahr an der Hand
unseres Herrn Jesus Christus - Ihre Käthe Eberhard. (Wie
dieser alte Herr hier auf seinen kirchturm, so schauen sie ja oft in Gedanken
auf Ihre liebe Jeypur-Kirche und haben nun Lebens-Feierabend)"
(auf der Rückseite: "Carl Spitzweg, Abendfrieden". Nach "Google" handelt es sich aber um "Rast auf dem Weinberg" (schmaleres Panorama); "Abendfrieden" wäre ein völlig anderes Gemälde von C.S.)
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Hinrich Speck † |
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Nachruf dern Freikirche Juni 1961 |
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Nachruf auf Hinrich Speck im Breklumer
Sonntagsblatt 2.7.1961. Vom Missionsinspektor der Jahrhundertwende D.
Bracker, seinem persönlichen Freund, Lehrer und Mentor. (Weiter
unten briefliche Reaktion der Witwe L.S. auf einen Rundbrief und
diesen Nachruf.)
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1961. Arkebek d. 13
Juni 1961 -
Liebe Luise u. Kinder -
Hiermit möchte ich Dir meine herzliche Teilname ausprechen. Es war wohl für Euch
beide gut das Dein
lieber Mann u. Lebensgefärte heim gehen durfte. Ja bald mit Lieben bald mit
Leiden kam der Herr mein Gott zu mir.
Ich wäre so gern zur Beerdigung gekommen doch wagte ich es auch kaum, da ich
zeitweise auch nicht
ganz auf der Höhe bin.
Nun fängt für Dich l. Luise ja wohl auch der alleinige Weg an. Hinrich hatte mit
84 Jahren ja auch ein
gesegnetes Alter.
Hoffentlich geht es Dir gut.
Heute den 10. Sept. kommt mir dieser Brief wieder vor Augen. Hoffentlich geht es
Dir gut u. ich denke Du
l. Luise wohnt noch im Misionsheim in Innien (Pension
Timm in Osterstedt). Wie geht es Dir jetzt denn wohl? Möchte gern von
Dir hören.
Wenn Du kannst Lass mal von dir hören.Vette Hans in Sarzbüttel weilt ja auch
nicht mehr unter den
Lebenden u. wer weiss wie lange wir hier unten noch Sind. Und wir dürfen uns ja
auf unsern Heimgang
freuen. Wenn unsere meine Kinder mal nach Sarzbüttel fahren bringen sie mir
einen herzlichen Grusz von
Else mit.
Am 29 August waren wir nach Temeln zu Schwester Johanas 91. Geburtstag
eingeladen. Ihre Kinder
waren auch alle volzählig da, das ist dann immer so ein schöner u. alle sind wir
dann so frölich
miteinander. Meine Enkelin Telsche Heinrichs älteste ist Stenotüpistin. Noch ist
sie in Oldenburg wo sie
auch eine Schule besuchte zum 1. Oktober geht sie nach Kiel, dan hat sie am
Sonnabend keinen Dienst
u. kommt dan Sonabend u. Sontag nach Hause. Jedenfals ist es so gedacht.
-
Doch nun sei Herzl. gegrüszt von Deiner
Susanne Tiessen geb.
Dallmeier.
Möchte gerne mal wieder von Dir hören.
(Orig.abschrift mit evtl. Fehlern der Zeit) (e.a.)
Ein Foto von Hinrich Speck's Beerdigung am 7.6.1961 in
Kellinghusen. :
"Miss.(ionar)
P.(astor)
Stäcker (der gleichaltrige mit H.S. (?),
auch geb. in Sarzbüttel, e.a.), Tante
Marie Speck,
Grossmutter (Luise Speck, die Witwe),
Oma Möller, Nindorf (Tante Kathi's Mutter)
(HS + LS Sohn
Reimer's Schwiegermutter),
Tante Else Speck, Sarzbüttel (Frau von Bauer
Hans Jakob Speck, e.s.). Grossvaters Beerdigung
7.6.1961"
"Bis 1961/62 waren die Großeltern und die Sarzbüttler
zusammen, 50 Jahre nach Jeypur/Nowrangapur vor dem 1.WK. Da muß viel ....
erzählt worden sein. ... Pastor Jürgen Stäcker (in Salur und dann Parvatipur) ..
es gab aber auch einen Missionar Pastor Heinrich Stäcker." e.s.
Foto (e.a.) Kellinghusen, Königsberger Str. 9b.
1961 Brief der Witwe Luise Speck an P. Bracker nach dessen Nachruf im SB 1961.
Osterstedt über Hohenwestedt 1. 7.1961. - Diesmal erhielt ich den lieben Rundbrief ohne meinen Mann, der am 3.6. ohne Kampf, im Wald einschlief und vom Herrn heimgeholt wurde. Welche eine Gnade! Ich möchte ihm nun gern einen "kleinen Nachruf" in unserm Rundbrief schreiben. Viele haben ihn damals nicht verstanden als er sich von der Mission (Landeskirche) trennte und zur Freikirche überging. Aber, in den 6 Jahren 1920 -1926, als er als Reiseprediger für Breklum im ganzen Land herumkam, und auch mal ½ in Kiel war, lernte er die liberal eingestellten Pastoren und auch die liberalen Professoren kennen und darunter litt er sehr bis es zum Bruch kam. Er war Dithmarscher und sehr gründlich. Es hat ihm nie Leid getan, und wer ihn 1951 beim Jubiläum in Breklum wiedersah, wird seine Liebe zur Mission auch erkannt haben. Missionar blieb er; wenn auch nicht in Indien, aber in seiner Einstellung und im Wesen. - 1.7. (1961) Eben kam das Missionsblatt (Sonntagsblatt) mit P. Bracker's "Nachruf" mit dem ich nicht ganz einverstanden war, trotzdem ich P. Bracker immer geschätzt habe und auch noch schätze. (Wir sind alles Menschen und so lange wir hier leben oft kurzsichtig, auch irrend) Meines Mannes Tätigkeit als Reiseprediger in Schleswig-Holstein wird überhaupt nicht erwähnt. Probst Lucht wollte meinen Mann damals gern als Pastor in seinem Bezirk Süderdithmarschen haben, aber Gen. Insp. Mordhorst wehrte ab: "Der steht fester auf der Bibel als Breklum, der könnte uns zu schaffen machen". So erzählte Pr. Lucht nachher meinem Mann. Bei einem Missionsfest in Breklum an dem viele "Prominente" sprechen sollten sagte P. Bracker zu meinem Mann: "Sie müssen auch sprechen". Mein Mann wollte nicht gern, aber Bracker: "Sie müssen; Sie sind der Einzigste, der ein Zeugnis ablegt." Nicht schwankend, wie Bracker in seinem Nachruf schreibt, war mein Mann geworden, sondern überzeugter und konsequenter, nicht nachgeben in Bezug auf die Bibel, sondern eintreten für die Wahrheit: "Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade. Eb. 13,9. Das ist auch mein Konfirmationsspruch. - Ob mein Mann anstatt gegen den Liberalismus zu protestieren besser nach Indien gegangen wäre und in Treue im Kleinen gearbeitet hätte, wollen wir dahingestellt sein lassen. Der Herr ist weiter mit ihm und uns gewesen und wenn Breklum sich bei der Pensionierung weigerte, etwas zur Pension beizusteuern (mein Mann hatte auch die 6 Jahre Ausbildungszeit ganz selbst finanziert) so ist doch immer für uns gesorgt worden und jetzt am Ende danken wir: Der Herr hat alles wohl gemacht. Ihm sei die Ehre, Preis, Ruhm und Anbetung. Mein Mann litt unter starker Arterienverkalkung und Gedächtnisschwund, trotzdem hätte er in der Stellung zur Bibel nie nachgegeben. er ist daheim. Mit vielen herzlichen Grüssen an alle - Ihre und Eure Luise Speck.
Vielen Dank, liebe Frau Speck! Ich habe ihren lieben Mann immer als einen bibelfesten und treuen Mann geehrt und geliebt. Gott segne sie! Ihre H. Larsen. (Wahrscheinlich die Frau von Missionar Larsen, der zusammen mit JHS in Indien war) (e.a.)
Osterstedt 4. 7.1961. "Abschrift vom Brief an Präses Pastor Stallman" (Freikirche). - Sehr geehrter, lieber Herr Präses Stallmann ! Einen kurzen Dankesgruss schickte ich Ihnen schon für Ihre lieben teilnehmenden Worte zu meines Mannes Heimgang. Als ich dann, nachdem ich die einliegende Abschrift meines Rundbriefbeitrages von P. D. Bracker adressiert hatte, und nachts wachlag, beschäftigte mich die Frage, ob ich Ihnen nicht auch etwas ausführlicher schreiben sollte. Wie friedlich, freundlich der Herr meinen Mann im Walde heimholte, wissen Sie ja sicher, und ich bin dem Herrn so dankbar, dass er es so gut mit ihm gemacht hat, und mein Mann in Vollkommenheit da oben sein darf. Als ich den Rundbrief-Beitrag schrieb, kam gleichzeitig das Breklumer Missionsblatt resp. Sonntagsblatt mit einem Nachruf für Missionar Hinrich Speck von unserem früheren Missionsdirektor P. D. Bracker (jetzt 92 Jahre alt und in Kropp wohnend), mit dem ich nicht (ich schrieb "nicht ganz") einverstanden war. Ich ging etwas im Rundbrief darauf ein und schickte auch P. Bracker eine Abschrift. Ich weiss nicht ob wissenshalber auch die Freikirche diese Blätter liest, jedenfalls dachte ich, dass ich Ihnen auch eine Abschrift meines "Nachrufes" im Rundbrief schicken könnte, und wenn ich noch ein Breklumer Blatt bekommen kann, Ihnen auch das Exemplar zuschicken kann. - Die gesegneten Jahre in (Bad) Berneck / Bayern von 1916 bis 1920, wo Breklum meinen Mann (mit 4 anderen Missionaren) ausgeliehen hatte bis sie ihn 1920 wieder zurückriefen für die Reisepredigertätigkeit in Schleswig-Holstein werden nie mehr erwähnt. - Als die wieder ausziehenden Missionare 1926 abgeordnet werden sollten, wurde in den Tagen unsere Jüngste Tochter Ruth geboren; also kamen wir für den Termin gar nicht in Frage, und auch hat mein Mann nicht die Fahrkarte abbestellt, die noch gar nicht gelöst sein konnte. Den eigentlichen Grund zum Austritt aus der Mission durfte und darf P. Bracker seiner Zugehörigkeit zur Landeskirche wegen gar nicht angeben; hat ihn gewiss auch gar nicht verstanden. Ich bin ihm nicht böse drum; habe auch von dem Nachruf nicht viel erwartet. - Ich denke, sie verstehen mich. - Mit herzlichem Gruss im Glauben verbunden - Luise Speck. -- P.D. Bracker erwähnt die Jahre 1916 bis 26 als "schwankend". Ich werde jedenfalls, wenn mein Augenlicht, das von dem Schlaganfall im Winter ziemlich gelitten hat, es zulässt, noch eine Berichtigung des "Nachrufes" an den jetzigen Missionsdirektor in Breklum schicken; ihn auch fagen, ob die Jahre 1916 bis 26 aus den Annalen gestrichen worden sind. Luise Speck. (e.a.)
17. 7. 1961 von Familie Reimer
und Ille Speck an die Witwe Luise Speck zum Tode ihres Mannes Hinrich Speck.
Rev.(erend)
R.(eimer)
Speck,
Laxmipur,
Koraput Dist. (Abschrift eines mit Schreibmaschine geschriebenen
Briefes) (m.d.)
17. 7. 61 - Liebe Tante Luise,
die Nachricht von
Onkel Hinrichs Heimgang kam ein paar Tage, nachdem wir das 50jährige
Jubiläum der Kirche in Jeypore gefeiert hatten. Ich habe den Presidenten
(!) der Kirche noch darauf aufmerksam gemacht, daß
er Onkel Hinrich doch
einen Brief schicken sollte. Aber das wird er wohl vergessen haben. Oder
sollte er es doch getan haben? Aber der Brief hätte Onkel Hinrich doch
nicht mehr erreicht.
Die Kirche steht immer noch, wie Onkel Hinrich sie gebaut hat. Nur kleinereReparaturen waren daran notwendig. Und die Gemeinde ist die größte und selbständigste, die wir haben. Die Stadt hat doch aus allen dörflichen Gemeinden die tüchtigeren Leute an sich gezogen, und so kann man in Jeyporedoch von einer blühenden Gemeinde reden. Die große Kirche war übervoll. Sie hat auch an den Sonntagen einen regen Besuch.
Vielleicht kannst Du die Kirche mal im Fernsehen zu sehen bekommen. Hier waren Leute vom deutschen Fernsehen, die einen Monat lang bei mir gewohnt haben und einen ganzen Film von der Arbeit gemacht haben. In dem Film vertritt Jeypore die fortgeschrittene selbständige Gemeinde. Der Film kommt wohl im Herbst über das Fernsehen.
Ja, ich habe Euch alle lange nicht gesehen. Das letzte mal war wohl von Ausmühle aus, als ich mal in Quarnstedt war. Das sind wohl
schon wieder 10 Jahre her. Ob Ihr noch öfter an Indien denkt? Ich könnte mirdenken, daß Onkel Hinrich das doch öfter getan hat, denn es waren ja die ersten Jahre seines Mannestums.
Ich habe ihn vor allem aus Breklum in Erinnerung, wie wir von Sarzbüttel (nach dem Tod unseres Vaters) dahin übersiedelten und ich zuerst einige Wochen oder Monate bei Euch war und von Euch aus mich indie Schule einzufinden versuchte. (Bis dahin hatte Siem Tiessen Speck seine Kinder privat zu Hause unterrichtet.) Reimer Hinrich lieh mirgroßartig seinen Ranzen, weil ich keinen hatte. Marieliesel
(M.L.A.) war mir über im Lesen, obwohl ich eine Klasse über ihr saß. Dann erinnere ich einen Besuch in Heide mit einem etwas komischen Freund aus dem Martinäum
(!). Dann wieder
Ostpreußen in Lyck. Ja, das ist alles(S.2) lange her.
Unsere Missionsarbeit hat sich ja aus Jeypore weit zurückgezogen. Dort leiten und führen ganz die Inder sich selbst. Unsere Aufgabe ist das Dorf. Auf dem Dorf zu arbeiten bringt keine großen Chancen, was zu werden, sondern viel Unbequemlichkeit. Darum müssen wir das tun und tun es gerne. Ihr habt ja sicher gehört, wie die Konds nun das tun, was vor 50 Jahren die Dombos taten. Sie kommen in Scharen, aber alles geht viel langsamer, denn sie sind Bauern und überlegen sich 1000 mal, ehe sieSchritte tun. So ist es auch immer noch nicht klar und eindeutig, ob wir sie gewinnen werden oder ob es bei einem kleinen Häuflein bleiben wird. Aber Aussichten sind da. Jedes Jahr finden sich neue hinzu.
Wir stehen vor einer Riesenerziehungsaufgabe. Das ist eine schöne Arbeit. Wenn wir doch nur einige Missionare mehr hätten. Aber vielleicht ist der Missionar gar nicht mehr der Weg. Die Kirche sollte es selber tun. Nun die eigentliche Unterrichtsarbeit wird ja auch von Indern getan. In meinem Bezirk unterrichten etwa 40 Katecheten in ebenso vielen Dörfern. Und wo sie treu und fleißig sind, da geht es auch voran. Im Seminar sind etwa 40 junge Konds in der Ausbildung, die wir in den letzten 3 Jahren gesammelt und vorbereitet haben. Aber es dauert lange mit diesen Analphabeten. Es ist gut, daß der Heilige Geist kein Schulgeist ist. Nur so ist man gewiß, daß im Herzen mehr lebt, als der Mund zu sagen weiß. Sie müßen (!) ja alle erst
Odiya lernen, bevor sie uns sagen können, was sie meinen und glauben. Und das wollen sie auch. Zu ihrer eigenen Sprache haben sie wenig Zutrauen. Eine eigentümliche Situation.
Meine beiden ältesten Söhne sind nun in Hamburg. Siem studiert und Theodor muß noch erst durch die höhere Schule, nachdem er die American High School fertig gemacht hat. Das ist natürlich sehr langweilig, aber er geht mit gutem Mut daran.
Im Juni kommen wir auf Urlaub mit dem Rest der Familie. Wir fahren vielleicht mit dem Auto, wenn das klappen kann. Aber sicher ist das noch nicht. Es hängt von so vielen Dingen ab.
Nun liebe Tante Luise laß Dich herzlich von uns allen grüßen.
- Grüße auch Deine Kinder von uns.
Dein Reimer Hans
(Handschriftlich dazu): 18.7.
- Liebe Tante Luise! - auch von mir viele herzliche Grüsse in treuem Gedenken. Von Reimers Mutter hörten wir, dass Gott Onkel Hinrich
durch einen sanften, friedlichen Tod heimrief. Nun bist Du allein, aber gewiss viel bei Deinen Kindern und Enkeln und gewiss dankbar für alle guten und gnädigen Jahre, die Ihr gemeinsam lebtet.
Wir danken herzlich für die Anzeige durch Marielisel aus Kellinghusen. Bitte grüsse sie
alle.
In herzlicher
Anteilnahme grüsst
Dich - Deine
Ille.
(m.d./e.a.)
19. Juli. 1961 P. Bracker an M.L.A.
(e.a.)
3. September 1961. P. Bracker / Luise Speck. Berichtigung zu
Nachruf im Sonntagsblatt.
(e.a.)
An Frau M.L. Arlt, geb. Speck. Kellinghusen. - P. Bracker, Kropp. Kropp. 1.12.1961 - Sehr geehrte liebe Frau Arlt. - Für die Übersendung des Konzepts der Synodalpredigt Ihres Vaters sage ich Ihnen besten Dank. Meine Frau hat mir die Rede vorgelesen. Ich habe da wieder den Kopof Ihres Vaters .....
Am Rand: Das Konzept wird ins Archiv der Breklumer Anstalt wandern. (e.a.)
(zu P. Bracker:)
"P. Bracker 90 J.", Sonntagsblatt; wann (?).
(
Lebensbericht von P. Bracker zum Tode seiner eigenen Frau. 21.4.1963.)
(e.a.)
Buch "100 Jahre Mission unter der Losung JESUS ALLEIN - eine Breklumer Chronik
von Ernst Henschen". Breklumer Verlag. -
M.L.A. "traurig".
Falsche Angaben zu den Eltern (S. 176: statt 1906-1914
müsste stehen 1906-1916; Fam. Speck war genau so lange wie alle anderen dort
erwähnten "bis
1916"-Missionare in Ahmednagar und Kodaikanal in Kriegsgefangenschaft)
und weggelassene Angabe (statt "1877-?" wäre 15J.
nach seinem Tode "1877-1961" richtig gewesen);
auf S. 74 fehlt ein Hinweis.
(e.a.)
1980. Neues Büchlein von Ernst Henschen. "Die dem Ruf folgten. Lebensbilder Breklumer Missionare" mit alphabetischem Verzeichnis samt Zeitfolge. 69 Seiten.
M.L.A. diesmal "sehr traurig" als sie auf dem Missionsfest in Breklum dieses Büchlein zum Verkauf sieht und drin blättert. Diesmal sind die Eltern Hinrich und Luise S. ganz weggelassen. (e.a.)
(Das Buch heisst "Lebensbilder Breklumer Missionare", Ernst Henschen, Breklum 1980, herausgegeben im Auftrag des Nordelbischen Zentrums für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst, Breklum und Hamburg". Geleit von Gerhardt Butttler, damaliger Indien Referent und ein NMZ Leiter.") (e.s.)
Nov. 2009. "Dank Dir für das Büchlein ! - Nie gesehen. Beim Verkauf auf M-fest in Br. von MLA "wieder hingelegt", weil sie ihre Eltern nicht zwischen den Missionarslebensbildern fand. Daraufhin Briefkontakt mit Henschen und von Butler. Später die Abschnitte für die Jugend über H.S. Reise in Indien im SB. Henschen wusste nichts von H.S. Nachwirkungen eines effektiven "Rausschmisses"... H.S. und L.S. stehen im Büchlein aber mehrmals in Zusammenhang mit anderen seh ich gerade. Bei Siem als Bruder, bei von Wedel als Mann zu L.S." (e.a.)
1980. Briefwechsel M.L.A. mit Pastor E. Henschen wegen Hinrich S.
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21. Nov.1980 | "Nov." 1980/1 | "Nov." 1980/2 |
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(e.a.)
1981. Brief H. Bartels an R. Speck
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1981 Auszug Brief Hugo Bartels an Reimer Speck, Molfsee.1981. "1.) Betrifft ihren Onkel Hinrich Speck; von Breklum ausgesandt 1906. Ernst Henschen führt ihn in seinen "Lebensbildern" nicht auf. (Ich glaube:) weil er sich später von der Breklumer Mission getrennt haben soll. Aber dies ist m. E. kein Grund ihn zu übergehen. So hängt denn im Betsaal tatsächlich auch (bereits) sein Bild (Anm.: eins das nicht H.S. darstellte) aber ohne Lebenslauf. Können Sie einen solchen verfassen in dem kurzen Umfang zu dem beigelegten Blatt? Wir würden dies - in Maschinenschrift - nachträglich hinten auf sein Bild kleben." (Dies geschah; doch brannte, nach Angabe, der Betsaal einige Zeit später mit all diesen Dokumenten ab).
2.) "Betrifft Ihre Tante Luise Thiemann (als sie noch unverheiratet nach Indien ausgesandt wurde). Haben Sie in Familienbeständen ein Bild jener Tante von Ihr, das Sie auf das Format 18x24 vergrössern lassen könnten? Dazu ebenfalls ein von Ihnen verfasster Lebenslauf - bis zu Ihrer Verheiratung."
3.) "Erschrecken Sie nicht: - Ein Bild gleichen Formats von Ihnen selber (ohne Lebenslauf). Den Grund dafür finden Sie in den letzten beiden Absätzen obigen Briefes. Bis zum Wiedersehen in Breklum ...... Ihr Hugo Bartels."
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(Der Fest- oder Beetsaal brannte 1984, mit sämtlichen mühsam zusammengetragenen Bildern und Lebensbeschreibungen an den Wänden, ab. Siehe auch Brand 2009. (e.a.)
Briefe Luise an Hinrich Speck während der Gefangenschaft1914-1916
(e.a.)