Indische Sprachen im Zusammenhang mit "unseren" Missionaren.
von Erik S.
"Salur richtig für HS?. HS hatte einen Munshi in
Jeypur...."
1908. Jeypore. Hinrich Speck macht zwei Jahre Sprachstudium Oriya mit seinem
indischen Sprachlehrer in Jeypore und hat mit 2. Examen bestanden. [Indische
Sprachen im Jeypore-Gebiete, e.s.]
2 Jahre ist richtig mit 2. Examen.
" .. "Der wichtigste Text für das Sprachstudium war für die Missionare die Odiya Bibel. ... Aber auch Texte aus dem Hinduismus ... die Ekadasha Skanda des Bhagabata Puranas ... Piening studierte mit seinem Munshi (die Bezeichnung des Sprachlehrers ´Munshi´ kommt aus dem Arabischen) die Bhagavadgita. ... Frieling lernte auch Sanskrit. Erst 1895 wurde auf der Missionarskonferenz der Vorschlag von (Missionar) H. besprochen, dass "nach einem zu bestimmenden Zeitraum" die Missionare ín der Landessprache examiniert werden sollten. Aber noch 1908 ist (Missionar) R. mit den gegebenen Möglichkeiten für das Sprachstudium nicht zufrieden. Er hatte ... "zwei Jahre Zeit, sich auf das 2. Examen vorzubereiten, ... ." und "H. hielt sich ... ein halbes Jahr in Cuttack zum Sprachstudium auf, stellte aber bei der Rückkehr fest, dass das in Cuttack gelernte Odiya für die einfachen Leute im Jeypore-Land kaum verständlich war." "4.3.1. Die Fremdheit überwinden". aus Waack, Bd.I, s.271-3
Kleine Sprachlehre für Indien
Sanskrit: Alt-indische Schriftsprache.
heute: ca 200 Hauptsprachen in Indien und tausend Nebensprachen,
Dialekte, Stammessprachen etc.
Die ersten Dutzend Hauptsprachen schon amtlich im Internet programmiert.
Hindi: Nordindien, Amtssprache. Traditionell und heute noch erste große
Staatssprache.
Bengali: Calcutta, Staat Bengalen, Philosophensprache z.B. Tagore,
traditionelle Litteratursprache.
Jeypur Mission in Orissa:
Telegu: Andrha Pradesh, südlich von Orissa Sprache in ersten
Missionsstationen in Salur, Gunupur, Parvatipur nordwestlich von Waltair.
Nur Sprachexamen Telegu der ersten Missionare wie S.T.S., H.S. Spätere Missionar
nach 1926, wie Tauscher und Reimer S. sprachen kein Telegu.
Oriya, Odiya, Odya: die Sprache im Bundesland Orissa. Oriya (engl.
Schreibweise)
Odiya (deutsche) Odya (altmissionarisches deutsch).
Internet weist sogar gar oDiyA und OdiYa aus zur Betonung und Andeutung einer
neuen sprachinternen Schreibweise mit Angaben der inneren Betonungen im Oriya.
Die Konsonanten der Buchstaben R und D haben viele Varianten und Zwischentöne
von r bis d.
Sprache von Missionaren, S.T.S. u. H.S., R.S. in Jeypur, Nowrangapur, Bissamcuttack,
Laxmipur etc. Landes-Verkehrssprache in Orissa.
Die Missionare haben darin gesprochen, gelesen, geschrieben und gepredigt.
Sprachexamen der späteren Missionar ab 1926 nur in Oriya.
Übersetzung des deutschen Gesangbuches in Oriya, der Bibel, der Lithurgie etc.
durch die Mission seit Beginn bis zu Missionar Tauscher 1926 ff.
Kuwi: Stammessprache bislang ohne Schrift des aborigänen Adivasi-Stammes
der KUWI-Konds (über 20 Millionen in Orissa). Kein Missionar sprach Kuwi.
Die dänische Missionarin Agnes HERZ und der geliehene australische Missionar
erforschten Kuwi ab 1966, Begründeten eine Kuwi-Schrift in den
Odiya-Schiftzeichen, Kuwi-Grammatik, Kuwi-Schulfibel etc., erste Übersetzung der
Bibel in Kuwi 1979.
Tamil: in damals Madras State, heute Tamil Nadhu. Übersetzungen von
Kirchentexten, Bibel, durch die Missionen seit Trankebar 1885.
Tamil heute zweite große Staatssprache neben Hindi.
Adivasi: Reimer Speck arbeitete seit 1956 intensiv nur im ADIVASI-Gebiet.
Adivasi heißt im Sanskrit URMENSCH, erster Mensch.
Die Bezeichnung der Adivasi wurde von der Indologie ab der neueren
Wissenschafts-Epoche um 1970 amtlich eingeführt.
Der indische Staat hat damit den älteren Begriff der Harijans, der Gotteskinder,
von Gandhi, für die Völker der Kastenlosen umdefiniert.
(e.s.)