("Schwester") Hermine Knuth
(im Zusammenhang mit der Speckseite)
Bild: "Cornelio, M. Liesel (Marie Luise Speck) und D.(ieter) Piening vor Schwester Hermine's Rikshaw." (Luise Speck, 16.1. 1915, Waltair) (e.a.)
aus Buch Henschen "Die dem Ruf folgten" 1980 - "Schwester Hermine Knuth wurde am 28.7.1867 in Flensburg geboren. Ihr Elternhaus war der Diakonissenanstalt und Pastor Wacker eng verbunden. 1894 wurde sie als Diakonisse eingesegnet. Ihre heimliche Liebe zur Mission brach durch, als sie 1908 ihrer Mutter offenbarte, sie wollte gern nach Indien gehen. Konnte sie das mit 41 Jahren noch wagen? 1909 zog sie mit Schwester Otty Jessen hinaus. Die fünf Jahre bis zum Krieg 1914 wurden Jahre des ´Dienens voll Hingabe und Liebe. Ihr Dienst galt den Aussätzigen in und um Jeypur, vor allem den unheilbar Kranken im Asyl, das Wilhelm Ahrens gebaut hatte. Sie half, so gut sie konnte, unterrichtete sie, betete mit ihnen ohne Furcht vor Ansteckung. Da sie medizinkundig war, führte sie auch eine kleine homöopathische Apotheke und half manchem, von den Bettlern vor der Haustür bis zum Brahmanen. Manches verschlossene Senana(Wohnungen der Kastenfrauen) öffnete sich ihrer freundlichen Liebe. Die Kinder hingen an ihr. Nach ihrer Heimkehr war sie Gemeindeschwester in Loit (Nordschleswig) bis 1920 (Volksabstimmung) und dann bis 1935 in Rendsburg. Auch in Pniel war ihr Dienst nicht zu Ende. Am 11.12.1945 ging sie still und unversehens heim, wo der Herr die Treuen grüsst: "Gehe ein zu Deines Herrn Freude!" (Piening)"
(aus Predigt Hinrich Speck zum Missionsfest 50. Jahrestag Breklum) : "Als ich in der Regenzeit 1911 in der neueingeweihten Kirche in Jeypur über dieses Evangelium predigte und nach dem Gottesdienst die Scharen von neuen Lernenden hinausströmten, sagte Schwester Hermine Knuth: "Es ist wirklich Erntezeit". (e.a.)
(Brief v. Hinrich Speck, Jeypore 21. 1. 1912) : ".. zum Schluss wurde wieder ein Lied gesungen und darauf zündeten die Leute draussen unter den Bäumen ihr Feuer an. Ich war bei Piening's zum Abendbrot eingeladen mit Schwester Hermine (Knuth) zusammen. Nach dem Abendbrot gab es noch allerlei kleine Geschenke.." (ausserdem wird H.Knuth in vielen Briefen von Luise an H. Speck während der Gefangenschaft in Indien erwähnt) (e.a.)
1914
Internierung durch die Engländer in Waltair. 10.
Hermine Knuth,
Schwester, 47 Jahre, geb. 1867 in Flensburg, 1909-14 Salur und
zusammen mit Hinrich und Luise Speck in Jeypur,
dort im
Asyl, Aussätzigenheim. 1914-16 Internierung. (S.17)
11.
Otty Jessen,
Schwester, 37 Jahre, geboren 1877 in Braderup, 1909-1914 Salur und
zusammen mit Hinrich und Luise Speck in Jeypur, Senana-Missionarin am Asylheim in Jeypur. 1914-16 Internierung. (S. 17)
12.
Hedwig Sibbers,
Frauenmissionarin, Lehrerin, 1910 Salur, 1912-14 Schule in Parvatipur
(1913 Patentante für M.L.Speck Nr. 8),
1914-16 Internierung, 1920-25 Haushälterin des Missionarskinderheim in
Hamburg-Othmarschen.
(e.s./e.a.)
1914/15 ".. ein Originalfoto mit der kleinen
Mutti (MLA) im
Geschirr eines Ochsenkarren; muss 2-3 Jahre alt gewesen sein. Das hatte
Tante H.Speck offensichtlich aus dem Fundus von G.'s aus Bielefeld .. im Wagen
sitzt 'Hermine Knuth'...
(m.e.a.a./e.a.)
1920. Hermine (Knuth), Schwester GT 28.7. (Adressenbüchlein 1920 L.S.) (e.a.)
1944. .. "Vielleicht fahre ich den übernächsten Sonntag (30.9.) noch nach Flensburg zu Schwester Hermine Knuth Deiner Patentante. Sie wohnt im Schwestern Feierabendhaus(?)/(Elim?). .." (Luise Speck an Sohn Reimer Speck)
Henschen 1980 "Die dem Ruf folgten"
".. Schwester Otty Jessen trat 1909 an ihre Seite (Mathilde Jespersen). Sie war am 20.5.1877 in Braderup als Tochter des dortigen Pastors geboren. Rapstedt (Nordschleswig) wurde ihre Kinderheimat (sie wuchs dort im Pastorat auf; Nachbargemeinde ist Hellewatt/Hellevad, wo Ille Tönnesen ∞ Speck geb. wurde.). Auf einem Missionsfest in Lügumkloster wurde ihr klar, dass ihr kunftiges Leben der Mission gehören würde. Sie wollte eigentlich nicht Diakonisse werden, aber der Weg zu Mission ging über die Diakonissenausbildung. So trat sie am 1.11.1902 in die Diakonissenanstalt Flensburg ein. Ende 1909 konnte sie mit Schwester Hermine Knuth ausreisen. Mannigfaltig wurde ihr Dienst: Sie sammelte und unterrichtete die Christenfrauen, sie kümmerte sich um die Mädchen im Schülerinnenheim, sie besuchte in wachsender Liebe die Senana-Frauen. Gern zeigte sie ihnen ein selbstgemaltes Bild vom breiten und schmalen Weg, um Heiden zu Jesus zu rufen. Als Breklum 1926 ein zweites Mal in Indien beginnen konnte, gingen beide Schwestern noch einmal für 3 Jahre hinaus. Schwester Mathilde starb am 1.8.1947 und Schwester Otty am 4.3.1953, beide in Flensburg: "Getragen auf Adlersflügeln" - getragen hier und heim." (e.a.)
Die "Hermine-Knuth-Strasse" in Harrislee (Flensburg) ist sicher nach ihr benannt.
(e.a.)(e.a.)