Siem Thiessen SPECK "der Ältere"
* 4.1.1842 in Sarzbüttel im Kreis Süder-Dithmarschen im dän. Gesamtstaat". † 1872 in Sarzbüttel im Kreis Süder-Dithmarschen der seit 1866 Provinz Schleswig-Holstein in Preussen.
Missionar der Rheinischen Mission Barmen.
"Ordinations-Zeugniss" für Siem Thiessen SPECK "dem älteren" am 14. August 1872 auf der Elberfelder Kreissynode in der Kirche Unter-Barmen zum Missionar.
Ordinations Zeugnis.
(Text in heutiger Lesart)
Siem Thiessen Speck geboren zu Sarzbüttel in Dithmarschen den 4. Januar 1842,
welcher als Zögling der Rheinischen Missions-Gesellschaft seine Ausbildung im
Missionsseminar zu Barmen vollendet hat, hat nach wohlbestandenen
Abgangsexamen und nach erteilter Zustimmung des Königlichen Consistoriums zu
Coblenz durch das Moderamen der Elberfelder Kreissynode am heutigen Tage in
der Kirche zu Unter-Barmen vor versammelter Gemeinde die kirchliche Weihe zum
Predigtamte und zur Verwaltung der Sakramente empfangen, jedoch mit dem
Vorbehalte, dass diese Ordination als solche ihm noch kein Recht
auf Anstellung in der evangelischen Landeskirche Preussens verleiht.
Solches wird hierdurch urkundlich bescheinigt.
Barmen, den 14. August 1872.
Das Moderamen der Elberfelder Kreissynode
Stempel, Unterschrift Kirschstein, Superintendent
(e.s./m.d./e.a./c.p.)
Ordinations = Zeugniss.
(Text im Original):
Siem Thiessen Speck geboren
zu Sarzbüt=
tel im Dithmarschen den 4 Januar 1842,
welcher als Zögling der Rheinischen Missions = Gesell=
schaft seine Ausbildung im Missionsseminar zu Barmen
vollendet hat, hat nach wohlbe=
standenem Abgangs = Examen und nach ertheil=
ter Genehmigung des Königl. Consistoriums
zu Coblenz durch das Moderamen der El=
berfelder Kreissynode am heutigen Tage
in der Kirche zu Unter-Barmen vor versammel=
ter Gemeinde die kirchliche Weihe zum Predigt=
amte und zur Verwaltung der Sakramente
empfangen, jedoch mit dem Vorbehalte, daß
diese Ordination als solche noch kein Recht
auf Anstellung in der evangelischen Landes =
Kirche Preußens verleiht.
Solches wird hierdurch urkundlich bescheinigt.
Barmen, den 14 August 1872.
Das Moderamen der Elberfelder Kreissynode
Kirschstein
Superintendent
(e.s./e.a./m.d./c.p.)
"Die Ausbilldung zum Missionar eines Urgroßonkels liegt am Anfang unserer Familiengeschichte wie ein erster Wegweiser. Auch wenn er noch nicht nach Afrika, oder gar nach Indien als Missionar damals kam, sein Fernweh und seinen Drang zu anderen Ländern aber hat er seinen Leuten bis zu uns mitgegeben. Lassen wir dieses Ordinationszeugniss 1872 als ersten Clou zu unserem Fernweh dienen. Das lateinische Wort "Moderamen" mit großem Flair-von-Welt im damaligen kaiserlichen Deutschland bedeutete die Mannschaft an hohen Herrn des Prüfungsrat oder Kirchenrats." (e.s.)
(e.a./e.s.)