Theodor "Theo" Siem Speck (Sohn H.S./L.S.)

(in Arbeit)


1944  Betr.: Gefreiter Theodor Speck. MLS konnte durch ihre Kontakte beim Roten Kreuz eine Beurteilung ihres Bruders Theo erreichen; wozu damals die Zeit der Ärzte eigentlich nicht gegeben war.

1944 Brief/Gedicht, zuerst geschrieben im Lazarett Oberschreiberhau (?)

       


16.2.45  Wittenberg  Fam. H. Speck, Q.uarnstedt üb. Kellinghusen/Holstein.  -    Meine lieben Eltern und Geschwister, so eine grosse Freude habe ich wohl noch nie gehabt in meiner langen Lazarettzeit, als Vater heute schrieb, dass Liesa sich von Neumünster aus gemeldet hat, und D.orchen in Pillau ist. Hoffentlich ist sie schon bei Euch. Die ganzen Tage hatte ich keine Ruhe, immer nur musste ich an die beiden denken. Und nun? ---- ! Wir Brüder sind Soldaten, das ist unser Handwerk, und wir können uns wehren und wenn es sein muss, auch gerne das Leben geben, aber wehrlose Frauen, und dann noch in Händen der Russen. Das ist heute ein Festtag für mich! .....  Vater vielen Dank, dass er mir so schnell schrieb und den Brief mit der Bahnpost schickte. Und als ob die Post wusste, dass einer so auf den Brief wartete, kam er in der ungewöhnlichen Zeit von 4 Tagen. Bleibt Liesa bei Euch in Q.uarnstedt, oder muss sie woanders hin? D.orchen wird wohl bei Euch bleiben. Beiden mein herzlichstes Willkommen. Und Onkel H.einrich ist nun auch heimgegangen, aber es war wohl besser so für ihn, dass der Herr ihn nun heimholte und von seiner Krankheit erlöste. Und droben ist er ja auch besser aufgehoben.  Herzlichst  Euer T.heodor.


Jagdbomberangriff u.a. auf das Fluchtschiff MLA's "Cap Arcona" Tage vor Kriegsende bei Neustadt in der Lübecker Bucht. Theodor Speck (Sohn JHS/LS) muss später bei Materialbergung an der Ostseeküste mithelfen. TS war in "unserer" Jugendzeit Pastor in Böklund, später Kropp. Erhielt nach einer Woche Einsatz, als (16j.?) Hitlerjunge mit Notabitur, einen Kopfschuss (Granatensplitter) durch die Russen im Winter 1945. Lebenslang furchtbare Kopfschmerzen.

Zeichnungen zum Kriegsende; Kunststudium in Kiel

             

       


Theodor Siem Speck um 1946:
 
(Der Eigenheimer)
Tabak ham wir viel im Garten,
doch ach, man muss so lange warten,
sich oft den Appetit verkneifen,
weil er so lange braucht zum reifen.
So mancher Blick schon nach ihm peilte,
als ob er doppelt sich dann eilte,
und mancher dachte ich säh's lieber,
wenn schon die Reifezeit vorüber.
(t.s.)

 
Mehr zum "Hintergrund" in Quarnstedt !  (e.a.)

1.9.1946 "Wandersmann"

   

14.9.1946 Lübeck "Kommentar überflüssig"

       

13.2.1947 "Des jungen Soldaten Klage"

 

11.3.1947 "Abschied"

   

Erzählungen aus seiner Studentenzeit 1946-47

1948 "Vision"

 

1962. Böklund.  Nach-Konfirmationen mehrerer H.Speck Nachfahren in Böklund bei "Onkel Theo" Speck (Sohn v. J.H.S), der dort Pastor war. Gegenüber der Auffahrt seines Pastorats a.d. anderen Strassenseite die Einfahrt zur "Böklunder Würstchen"-Fabrik, mit dessen Eigentümer er sich ausgezeichnet verstand. Theo hatte am Langsee ein Grundstück für Wochenendhäuschen. Er war sehr intressiert an der Geschichte der Gegend, die hart umkämpft wurde in den S-H-Kriegen, und führte uns rund zu den "Denkmälern" (u.a. Idstedt).

(e-mail Heiner)


(e.a.)


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